Wie genealogische Arbeit dauerhaft erhalten bleibt
Was bleibt von unserer familiengeschichtlichen Arbeit – und wie stellen wir sicher, dass sie auch nach unserem Tod erhalten und nutzbar bleibt? Die erweiterte 4. Auflage der genealogischen Forschungshilfe „Mein genealogischer Nachlass“ des Roland zu Dortmund e.V. gibt darauf praxisnahe Antworten; eine neue Roland-Info-Grafik zum Thema fasst das Wichtigste prägnant zusammen.
Von Heiko Hungerige
Die Forschungshilfe zum genealogischen Nachlass liegt nun in der 4. Auflage vor. Die neue Fassung wurde gezielt weiterentwickelt und inhaltlich ergänzt. Neu hinzugekommen sind die Anhänge I und VI, eine Checkliste für den genealogischen Vor- und Nachlass sowie ein Musterbrief an die Hinterbliebenen.
Vier gute Strategien für den genealogischen Nachlass
Ein zentrales Element der Forschungshilfe sind die vier bewährten Strategien, mit denen genealogische Forschung beim Roland zu Dortmund langfristig gesichert werden kann:
- Roland-Datenbank (TNG): Übergabe von GEDCOM-Dateien, Fotos und PDF-Ausarbeitungen zur weltweiten Nutzung bei gleichzeitigem Schutz lebender Personen.
- Roland-Jahrbuch: Veröffentlichung von Ahnen- und Nachfahrenlisten in gedruckter und digitaler Form – denn publizierte Forschung muss nicht nachgelassen werden.
- Roland-Homepage: Sichtbarkeit genealogischer Arbeiten durch Verlinkung externer Publikationen und Webseiten.
- Roland-Bibliothek: Dauerhafte Archivierung physischer Vor- und Nachlässe in unserer Roland-Bibliothek in Dortmund.
Heft 18 unserer „Hilfen zur Familiengeschichtsforschung“ zum Thema „Mein genealogischer Nachlass“ bietet in einer aktualisierten und erweiterten Fassung praxisnahe Antworten, wie die eigene Forschung für die Nachwelt bewahrt werden kann. (Zum Download der Forschungshilfe als pdf-Dokument bitte auf das Bild klicken.)
Diese vier Wege lassen sich flexibel kombinieren und bieten für nahezu jede Art genealogischer Sammlung eine passende Lösung.
Neu: Anhang I – Checkliste für den genealogischen Vor- und Nachlass
Mit Anhang I erhält die Forschungshilfe eine ausführliche, systematisch aufgebaute Checkliste für die Übergabe genealogischer Sammlungen. Sie unterscheidet zwischen kleineren und größeren
Sammlungen und gibt konkrete Hinweise zur Ordnung von Ahnen- und Nachfahrenlisten, GEDCOM-Dateien, Urkunden, Fotos, Korrespondenz sowie digitalem Sammlungsgut.
Praxisnahe Empfehlungen zur Beschriftung von Fotos, zur Quellenangabe bei Dokumenten und zur nachvollziehbaren Ordnung von Ordnern und Kartons ergänzen die Checkliste. Damit wird deutlich: Ein
genealogischer Nachlass ist nur dann wirklich nutzbar, wenn seine Struktur auch für Außenstehende verständlich ist.
Neu: Anhang VI – Musterbrief an die Hinterbliebenen
Ebenfalls neu ist Anhang VI mit einem ausführlichen Musterbrief an die Hinterbliebenen. Dieser Text richtet sich ausdrücklich an Angehörige oder Nachlassverwalter und erläutert den ideellen und
wissenschaftlichen Wert eines genealogischen Nachlasses. Gleichzeitig enthält er klare Bitten und Handlungsanweisungen, wie mit den hinterlassenen Unterlagen umzugehen ist.
Der Musterbrief ist besonders hilfreich für alle, die sicherstellen möchten, dass ihre genealogische Arbeit nicht entsorgt oder zersplittert wird, sondern geordnet an einen genealogischen Verein
oder eine geeignete Institution übergeben wird.
Neue Roland-Info-Grafik zum Thema „Mein genealogischer Nachlass“
Ergänzend zu unserer Forschungshilfe Nr. 18 ist eine neue Info-Grafik zum Thema erschienen:
Neue Roland-Info-Grafik zum Thema „Mein genealogischer Nachlass“. (Zum Download der Grafik als pdf-Dokument bitte auf das Bild klicken.)
Wer rechtzeitig ordnet, dokumentiert und übergibt, sorgt dafür, dass jahrzehntelange Arbeit erhalten bleibt – für Familie, Forschung und Öffentlichkeit.


