Das Rechnen mit römischen Ziffern war in Europa das gesamte Mittelalter hindurch, also vom 5. bis weit in das 15. Jahrhundert hinein, üblich. Einfach war es jedoch nicht, wie jeder bei dem Versuch, MCMXCVII und MMXXVI zu addieren, leicht selbst ausprobieren kann. Doch schon im späten 12. Jahrhundert fand man dafür eine Lösung: Das „Rechnen auf Linien“, eine europäische Weiterentwicklung des antiken Abakus.